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Wissenswertes zur Peter-Paul-Festung

Mit der Grundsteinlegung der Peter-Paul-Festung begann die Geschichte St. Petersburgs

Mit der Grundsteinlegung der Peter-Paul-Festung 1703 wurde die Geburt der Stadt St. Petersburg auf der sogenannten »Hasen-Insel« eingeläutet. Die Lage im Herzen der Newa wählte Zar Peter der Große, da er sich davon einen strategischen Vorteil erhoffte.

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Peter-Paul-Festung und -Kathedrale

Ein Jahr später begann man mit dem Bau der sechs Bastionen (aus dem Festungswall herausragende Verstärkungen). Die Bastionen waren zunächst aus Erde, wurden aber bald aus Stein errichtet. 1714 erließ Zar Peter der Große ein Dekret in Russland, das verbot, Gebäude aus Stein zu errichten. Jeder Baumeister sollte für den Bau der Festung an den Ufern der Newa verfügbar sein. Zar Peter veranlasste des Weiteren, die sogenannte »Stein-Pflicht«, wonach jedes passierende Schiff verpflichtet war, eine bestimmte Menge an Steinen nach St. Petersburg zu transportieren. In dem sumpfigen Gebiet an der Newa-Mündung waren Steine als Baumaterial Mangelware.

Die Festung entstand als eine geschlossene Kette von Wällen. Der Bau der Befestigungsanlagen wurde unter den wachsamen Augen der Vertrauten des Zaren durchgeführt und nach ihnen wurden auch einige der Bastionen benannt – Naryschkin, Zotov, Trubetzkoy, Golovkin sowie Menschikow. Eine der südlichen Bastionen wurde zu Ehren Zar Peters als »Zarenbastion« betitelt. Auf der östlichen Seite der Insel, liegt ein Tor, welches durch ein Ravelin (Wallschild; externes Gebäude, dessen Aufgabe es ist, den Wall zwischen zwei Bastionen zu schützen) geschützt wird und nach dem Heiligen Johannes benannt ist. Um die Festung zu betreten, geht man über die hölzerne Johannesbrücke durch das Johannestor oder durch das Peterstor. Über dem Peterstor ist der zweiköpfige Adler, das Wappen des russischen Zarenreichs, zu sehen. Das Tor ist außerdem mit dem großen Flachrelief »Der Erdsturz des Simon durch den Apostel Petrus« ausgestattet, das der deutsche Bildhauer und Graveur Konrad Osner geschaffen hat. Diese Arbeit steht für den Ruhm des Sieges des Zaren Peter des Großen über den schwedischen König Karl XII. Auf der rechten Seite des Peterstors befindet sich das Arsenal (1801 errichtet) auf der linken Seite das Ingenieurshaus (1749 gebaut).

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Eingang zur Peter-Paul-Festung

1787 war die ganze Burg mit Granit verkleidet. Im Jahr 1840 wurde die Umstrukturierung aller Befestigungsanlagen abgeschlossen. Von der Naryschkin Bastion wird seit dem 18. Jahrhundert täglich um 12 Uhr ein Kanonenschuss abgefeuert, der die Mittagszeit verkündet – diese Tradition besteht bis heute.

Nahe der Peter-Paul-Kathedrale liegt das Kommandantenhaus (Bauzeit 1743-1746). Über 232 Jahre war hier das Amt des Kommandanten besetzt. Dieses Amt galt als ehrenhaft und war in der Regel eine Position auf Lebenszeit. Sie wurde mit ausgezeichneten Generälen besetzt, die das Vertrauen des Zaren genossen. Der Kommandant hatte unter anderem die Aufgabe, über politische Gefangene zu richten.

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