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Der Rossio-Platz in Lissabon

Der zentrale Rossio-Platz in Lissabon – ein historischer Ort mit Charme

Rossio-Bronzespringbrunnen

Rossio-Bronzespringbrunnen in Lissabon

Der Rossio-Platz, offiziell als der Platz des Don Pedro IV (Praça D. Pedro VI) bekannt, ist mit vielen Cafés, Konditoreien sowie Floristen seit jeher ein beliebter Treffpunkt in Lissabon. Im Mittelalter war dies der zentrale Teil der Stadt und trotzdem war dieser Bereich die einzige Gegend von Lissabon, die nicht wieder vollständig aufgebaut wurde, nachdem ein verheerendes Erdbeben im Jahr 1755 vieles zerstörte. Einst stand auf dem Platz der Palast der Inquisition, statt Autos und fröhlichem Treiben fand man hier damals Hinrichtungen, Militärparaden und sogar Stierkämpfe vor. Heute findet Samstag morgens ein Blumenmarkt statt, der den Bereich auf und um den Platz zudem in ein buntes Meer verwandelt.

Rossio_Säule auf Platz_Statue Pedro IV

Säule mit der Statue von König Pedro IV

Auf drei Seiten ist der Platz von Gebäuden aus dem 18. sowie 19. Jahrhundert umgeben. Die unteren Etagen sind vornehmlich mit Cafés belegt. Eines von ihnen ist das bekannte „Nicola“. Das gemütliche Café war bereits früher ein beliebter Treffpunkt für die Schriftsteller in Lissabon. Auf einer Säule in der Mitte des Platzes steht die Statue von Pedro IV, welcher König von Portugal ab 1826 und erster Kaiser Brasiliens unter dem Namen König Pedro I war. Die Figur aus Bronze wurde 1874 aufgestellt.

Der Bereich im Norden des Platzes wird bestimmt durch das Nationaltheater Maria II (Teatro Nacional D. Maria II), benannt nach der Tochter Don Pedros. Das Gebäude wurde im neoklassizistischen Stil im Jahr 1840 von dem italienischen Architekten Fortunato Lodi gebaut, um dem Nationaltheater unter Almeida Garrett eine Bühne zu geben. Eröffnet wurde es schließlich 1846.

Den zentralen Teil der Fassade nimmt ein Sechs-Säulen-Portikus ein und der Dreiecksgiebel ist verziert mit allegorischen Figuren und einer Statue des Dramatikers Vicente, dem Schöpfer des portugiesischen klassischen Theaters.

Rossio Bahnhof in Lissabon

Der Rossio Bahnhof in Lissabon

Nach dem Erdbeben von 1755 wurde die Barockkirche San Domingos (São Domingos) komplett restauriert. Hinter der Kirche befindet sich der durch seine rote Fassade auffällige Palast der Unabhängigkeit, dessen Bau im Jahre 1466 begann. Hier wurde im Jahre 1640 die Unabhängigkeit Portugals vom Staat Spanien erklärt. Im Nordosten des Platzes zieht ein Gebäude mit einer Fassade im Stil der „neomanuelino“ mit Eisenbögen die Aufmerksamkeit auf sich – die Rossio Station (Estação Rossio) aus dem 19. Jahrhundert, der Eisenbahnknotenpunkt zwischen Lissabon und Sintra.

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