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Hella S.

Reiseeindrücke St. Petersburg 11. Bis 18. Juli 2018
Unsere Reise buchten wir bereits im Oktober 2017 und waren verwundert, daß es keine 10tägige Reise ausschließlich nach St. Petersburg gibt. Im Januar 2018 bekamen wir Nicht-Fußball-Fans einen Schreck, daß unser Reisezeitraum auch noch in die Zeit der Fußballweltmeisterschaft fiel. Aber wir blieben bei unserer Entscheidung für diese programmatisch interessante Reise. In Bezug auf die Buchung und Visabeantragung gab es absolut keine Besonderheiten, alles war pünktlich.
Wir bedauerten sehr, daß der Flug mit Aeroflot erst im Verlaufe des Vormittags ab Berlin-Schönefeld startete, der Rückflug allerdings bereits früh um 6:00 Uhr festgelegt war. Für eine 8tägige Reise sind dies eineinhalb Tage Reiseverlust. Dieser Fakt ist überdenkenswürdig vonseiten des Reiseveranstalters und der Fluggesellschaft.
In der Maschine der Aeroflot sind sehr viele deutsche Fluggäste gewesen. Da verwunderte es uns sehr, daß die Begrüßung durch die Crew in russisch, englisch und französisch erfolgte, leider keine deutschsprachige Begrüßung. Auf dem Rückflug war dasselbe feststellbar. Schade. Ist dieser Fakt der gegenwärtigen politischen Situation zwischen Russland und Deutschland geschuldet?
Pünktliches Zusammentreffen mit den Reisebegleiterinnen Olga und Ludmila für beide Gruppen. Ein sauberer, klimatisierter Reisebus brachte uns ins Zentrum von St. Petersburg, wo wir im Hotel Dostojewski, unweit der Hauptmagistrale des Newski-Prospektes wohnten. Ein großes, modernes Hotel – ohne Deutschsprachigkeit – mit einem wunderbaren europäischen Frühstücksbüffet. Da es das Sommerwetter zuließ, frühstückten wir regelmäßig auf der Terrasse.
Unsere Unternehmungen starteten täglich gegen 10:00 Uhr mit Olga und Michael, unserem ruhigen Busfahrer. Es war angenehm zu bemerken, wie sie beide sich in Bezug auf Ziel, Weg und Zeit ergänzten. Durch den üppigen Großstadtverkehr lenkte Michael den Bus sicher und ruhig.
Olga erläuterte die Historie St. Petersburgs völlig wertungsfrei, was ich als sehr angenehm empfand. Wir wurden informiert über die Baugeschichte, die Zerstörung während der faschistischen Belagerung, über den unermüdlichen Drang zum Überleben und zum Wiederaufbau der zu einem Drittel zerstörten Millionenstadt. Wir erhielten durch ihre Berichte gute Einsichten in das heutige Leben St. Petersburgs. Die vormittäglichen Themen wurden jeweils durch die wohlschmeckenden Mittagsangebote in wundervollen Restaurants beendet, danach begab man sich zum nächsten interessanten Ort, von dem dann jeweils die Rückfahrt zum Hotel erfolgte. Wir – meine Reisepartnerin und ich – waren sehr erfreut, daß wir in Anbetracht der Kürze unseres Aufenthaltes stets die Möglichkeit hatten, uns von der Gruppe zu trennen und eigene, interessante Unternehmungen zu machen, beispielsweise verblieben wir bis in die frühen Abendstunden nach der offiziellen Führung durch das Winterpalais noch in diesem prunkvollen, geschichtsträchtigen Haus. Als unsere Gruppe nach dem Mittagessen mit dem Bus vom Petrodworez zurück nah St. Petersburg fuhr, erkundeten wir noch stundenlang diesen wunderbaren Park am Finnishen Meerbusen und fuhren mit den Schnellbooten zurück in die Stadt.
Alles in Allem – die Reise war gut geplant, sie wird mich noch lange beschäftigen.
Hella Schädlich
8. August 2018

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