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Christina Kleinheins

Wir hatten die Premium Reise zu den Weißen Nächten nach St. Petersburg gebucht, weil wir nicht gerne in großen Gruppen reisen. Welch eine Überraschung, als wir vor Ort erfuhren, dass wir tatsächlich nur zu zweit waren. Eine kleine Information darüber vor unserer Abreise, hätte uns ein wenig Unsicherheit erspart und die Vorfreude noch gesteigert.
Alle historischen „Musts“ waren im Programm enthalten. Die Reiseleitung und auch der Fahrer wechselten für den letzten Tag, was aber kein Problem war. Sowohl Dima als auch Olga sprechen ausgezeichnet Deutsch und führten uns sachkundig durch das Programm. Da für den eigentlich vorgesehenen Tag keine Karten für den Katharinenpalast zu bekommen waren, wurde flexibel mit uns ein Alternativprogramm abgestimmt und der Besuch des Katarinenpalast an einem anderen Tag abends nachgeholt. Alle touristischen Attraktionen waren um diese Jahrezeit natürlich völlig überfüllt, aber alles war gut organisiert und wir mussten an keiner Stelle anstehen.
Ein Ausschnitt aus dem modernen Leben in Petersburg hätte m.E. dem Programm noch ganz gut getan (z.B. Entwicklung New Holland oder das Künstlerhaus Puschkinskaja 10). Sehr interessant waren da auch die Erläuterungen von Olga zum Thema Wohnungsbau, die sie uns aber nur im Vorbeifahren auf dem Weg zum Katharinenpalast geben konnte. Die eine oder andere Kirche hätte dafür allerdings wegfallen müssen.
Durch die zentrale Lage des sehr guten Hotels (Radisson Royal, direkt am Newski prospekt), konnten wir in den Abendstunden gut auf eigene Faust losziehen, sowohl Metro als auch Bus fahren ist in St. Petersburg ausgesprochen einfach. Das nächtliche Leben auf der Hauptachse in der Altstadt war für uns eines der Highlights der Reise.
Auch eine Nacht-Tour zu den geöffneten Brücken konnten wir privat über den Veranstalter organisieren – ganz unkompliziert per Whatsapp. Andernfalls wäre es vielleicht ganz schön, so etwas noch im Programm anzubieten. Zumindest für Fotoenthusiasten ist der Blick von Land besser als vom Boot aus.
Noch ein Wort zur Verpflegung: Das Frühstück im Hotel war ebenso ausgezeichnet wie die Mittagessen. Letzteres allerdings viel zu reichlich, teilweise 5 (!) Gänge, immer etwas typisch russisches dabei (sicher für westeuropäische Gaumen abgewandelt). Etwas weniger und dafür vielleicht in einfacheren, authentischeren Lokalen wäre m. E. ausreichend gewesen.
Insgesamt hat uns die Reise gut gefallen, ich kann kann sie wärmstens weiterempfehlen. Wir waren das erste Mal mit Alex unterwegs, aber wohl nicht das letzte Mal.

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