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Andreas Kästner

Da wir in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit ALEX-Reisen gemacht hatten, buchten wir die 9-tägige Reise Moskau-Kasan.
Auch diese Reise war top. Alles (und ich meine wirklich alles) war 100% organisiert. Die An- und Abreise waren zu einem idealen Zeitpunkt. Einerseits verliert man keine Zeit und andererseits war es nicht mitten in der Nacht. So konnten wir z. B. am Anreisetag noch einige Stunden in Moskau bummeln und den Sonnenuntergang genießen.
Wir hatten auch das Ausflugspaket mit gebucht. Das ist sehr empfehlenswert. So haben wir z. B. bei der Stadtrundfahrt nicht nur das Stadtzentrum gesehen. Dadurch konnten wir uns Anregungen für eigene Unternehmungen holen. Jeden Tag haben wir nach Ende des „offiziellen“ Programms noch Touren in der Stadt unternommen – meist in die Randbezirke, wo es nicht so voll ist und vor allem die Einheimischen sind. Bei den täglichen Ausflügen wurden selbstverständlich alle wesentlichen Punkte der Stadt gezeigt (dazu schreibe ich hier nichts, weil man das aus der Reisebeschreibung entnehmen kann).
Das IBIS-Hotel in Moskau ist gut; Zimmer ist groß genug, sauber, ordentlich; das Frühstück läßt kein Wünsche offen. Der Weg zur nächsten Metro-Station war allerdings relativ lang.

Der Transfer von Moskau nach Kasan war per Eisenbahn. Wer in Russland noch nie Bahn gefahren ist, war auch noch nie in Russland (so jedenfalls meine Meinung). Der Zug braucht entsprechend lange und es schaukelt und ruckelt natürlich. Man kommt am nächsten Morgen zwar ausgeruht aber nicht unbedingt top fit an. Aber es ist ein Erlebnis! Gemäß gebuchter Kategorie hatten wir das Abteil für uns alleine. Laut Reisebeschreibung sollte es am Abend einen Snack geben bzw. auf der Fahrkarte stand „malo uschin“. Das „uschin“ (Abendessen) war nicht „malo“ (klein) sondern groß. Die Zugbegleiterin hat ein Menü mit mehreren Gängen serviert: Brötchen, Wurst, Wasser, Saft, Obst, Süßigkeiten und ein warmes Abendessen nach Wahl. So wie in der Businessclass der Airlines.

Generell gilt: das Essen ist prima – im tatarischen Kasan sogar noch besser als in Russland.

Die Überraschung der Reise war für uns die Stadt Kasan. Hier hätten wir noch ein paar Tage verbringen können. Dort leben Kulturen nebeneinander anders als bei uns im Mitteleuropa. Die Stadt ist sehr traditionell geprägt aber mit einigen modernen Elementen. Die Tataren sind sehr freundlich. In Russland ist der Gast der Gast. Und in Kasan insbesondere. Der Ausflug in die alte Siedlung Groß Bolgar hat mich besonders überrascht. Mir war bislang nicht bekannt, welche Kultur und Tradition damit verbunden ist. An diesem Tag habe ich viel über die Geschichte Europas und Westasiens gelernt.

Ich kann jedem diese Reise empfehlen. Ja, man muss sicherlich etwas mehr Geld ausgeben. Aber es lohnt sich!

Übrigens: in Moskau oder Kasan muss man nicht russisch verstehen oder die kyrillischen Zeichen kennen. Die Hinweisschilder in der Metro oder an den Straßen sind auch in englisch. Und insbesondere die jüngere Bevölkerung spricht englisch. Was uns überrascht hat: jeder Wagon in der Metro hat kostenfreies WLAN.

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