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Ihre Reiseleiterin für St. Petersburg: Irina Netschajewa

Die charmante Irina Netschajewa, Reiseführerin für deutschsprachige Touren durch St. Petersburg, hat viele Titel: Mitglied der Vereinigung von Reiseleitern und Dolmetschern für den Stadtrat von St. Petersburg, Mitglied der St. Petersburger Abteilung der Russischen Union von Kulturschaffenden und Gewinnerin des ersten russischen Wettbewerbs „Beste in einem Beruf der Tourismusbranche “ in der Kategorie „Beste/r Reiseleiter/in, Reiseführer/in, Dolmetscher/in“.

St. Petersburg; Eremitage. Foto: © Fotolia

St. Petersburg; Eremitage. Foto: © Fotolia

Es gibt wenige dieser Profis, deren Arbeit nicht nur brillante Kenntnisse einer Fremdsprache, sondern auch eine umfassende Bildung und kulturelles Wissen erfordert, um als Dolmetscher, mit vielen Touristen kommunizieren zu können und diesen ein Bild von Land und Leuten vermitteln zu können.

Zur Person:
Irina Netschajewa verfügt über 30 Jahre Berufserfahrung. Sie studierte an der Philologischen Fakultät St. Petersburg State University und absolvierte Kurse bei der ehemals staatlichen Monopol-Reiseagentur „Intourist“ zur Reiseführerin und Dolmetscherin. Weiter arbeitet sie als Übersetzerin und Lehrerin der deutschen Sprache.

Sie nahm kontinuierlich teil an Auffrischungskursen für Reiseführer und Dolmetscher und an konsekutiven Dolmetscher-Kursen in Moskau. Sie studierte außerdem in Deutschland.

Weiterhin ist sie Übersetzerin in internationalen Projekten zu den Themen: Bildung, Kultur, Kunst, Politik und Wirtschaft.

Irina Netschajewa, Reiseleiterin in St. Petersburg

Irina Netschajewa, Reiseleiterin in St. Petersburg

Irina, wann und warum entschieden Sie, den Berufsweg einer Reiseleiterin einzuschlagen?

– Ich bin ein sozialer Mensch. Aber als meine Schulzeit endete, fiel es mir schwer, die Entscheidung zu treffen, was als nächstes geschehen sollte. Eine Reihe von Faktoren spielte eine Rolle: meine Deutsch-Lehrerin und die Märchen der Brüder Grimm in einer mir zunächst unverständlichen Sprache sowie Ausflüge in Museen und Theater unterstützten mich in der Entscheidung, meinen heutigen Beruf zu wählen. Alles zusammen führte mich im zweiten Jahr meines Studiums an der Universität zur damaligen Monopol-Reiseagentur „Intourist“ und zum Werdegang der Reiseführerin und Dolmetscherin. Im Laufe meines Leben hat sich diese Wahl als für mich richtig herausgestellt. Ich bin stolz auf meinen Beruf.

Bitte erzählen Sie uns mehr über den Titel „Beste Reiseleitung, Reiseführerin, Dolmetscherin“.

– Ich wurde in dieser Kategorie mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Ehrlich gesagt, war es sehr schön, zu den Gewinnern dieses professionellen Wettbewerbs zu gehören. Die Erste zu werden ist toll, aber zusätzlich noch im allerersten Wettbewerb dieser Art- das ehrt mich und weist mir gleichzeitig eine große Verantwortung zu, diesem Titel gerecht zu werden. Ich hatte großes Glück – ich liebe meinen Job, meine Stadt und die Touristen. Und ich unterrichte künftige Reiseführer und Dolmetscher im Ausbildungszentrum der Agentur „Intourist“. Diese Tätigkeit macht mir ebenfalls große Freude! Der Wettbewerb wird ohne Zweifel zur Popularisierung unseres Berufes beitragen und sein Ansehen verbessern, welches leider in den letzten Jahren gesunken ist.

[Anmerkung: Die Ermittlung der Gewinner des ersten russischen Wettbewerbs zum Titel „Beste in einem Beruf der Tourismusbranche“ fand am 27. September 2013 statt, anlässlich des Welttourismustages. Der Wettbewerb wurde von Vertretern aus Moskau, St. Petersburg, Burjatien, Irkutsk, Kurgan, Nischni Nowgorod und aus der Region Chabarowsk besucht. Die Veranstalter des Wettbewerbs waren die Agentur für Tourismus, die nationalen Verbände der Reiseveranstalter und verschiedene Vertreter aus der Reiseindustrie.]
Gruppe in St. Petersburg im Januar 2015 - ganz links: Reiseleiterin Irina

Gruppe in St. Petersburg im Januar 2015 – ganz links: Reiseleiterin Irina

Was können Sie uns über die Vereinigung von Reiseleitern und Dolmetschern der Stadt St. Petersburg erzählen?

– Seit 2008 gehöre ich zu den Experten der Vereinigung von Reiseleitern und Dolmetschern für die Stadt St. Petersburg. Diese wurde auch geschaffen, um das Recht der Reiseleiter innerhalb der Vereinigung auf Touren in St. Petersburg und in den Museen der Stadt zu bestätigen. Wir treffen uns alle zwei Monate. Sicher, erfahren wir dadurch Vorteile. Wir versuchen, die Arbeit der Reiseleiter rechtlich abzusichern.

Es ist kein Geheimnis, dass nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, die Reiseleiter, Reiseführer und Dolmetscher in der Luft hingen. Es gab viele Firmen, die Reiseleiter teuer angelernt haben, ohne sich Gedanken über die Qualität ihrer Dienstleistungen zu machen.

Das Ziel der Vereinigung ist es, qualitativ geschultes Personal auf den touristischen Markt zu bringen, indem eine Eignungsprüfung abgelegt werden muss, anhand deren Ergebnisse man die Reiseleiter in entsprechende Kategorien einstufen kann. Gleichzeitig ist dies ein Versuch, die illegalen Reiseführer, die ohne eine entsprechende Genehmigung arbeiten, vom Markt zu verdrängen.

Auch in unserer Branche gibt es illegale Migranten und diese werden nicht ins Land gebracht, weil wir kein eigenes geeignetes Personal haben, sondern weil sie für weniger Geld arbeiten.

Das Niveau der Arbeitsqualität dieser illegalen Reiseleiter kann man allerdings nur raten.

Wodurch zeichnet sich die Arbeit mit verschiedenen Touristengruppen aus?

– Alle Menschen sind sehr unterschiedlich – die Arbeit mit Touristen vom Schulkind bis zum Rentner fasziniert mich und hat bis heute nicht an Reiz verloren.

Ich habe einen wunderbaren Beruf, bei dem ich sowohl mit Landwirten, Direktoren, Polizisten als auch Arbeitern und vielen anderen zusammentreffen kann. Sie kommen oft mit einer gewissen Angst zu uns: Russland war in Ihrer Vorstellung meistens bisher ein unbekanntes, fernes und sehr kaltes Land.

Journalisten sind da anders. Für sie ist es nicht am interessantesten, was sie gesehen haben, sondern was sie nicht gesehen haben. Sie haben einen ganz anderen professionellen Blick: Sie sehen, was normale Touristen einfach nicht bemerken würden. Sie sind sehr aufmerksam, jedes Wort vermerken sie in ihren Notizbüchern, um sie für immer einzufangen.

Als ich einmal eine Gruppe von Journalisten herumführte, sagte ich, dass ich mich selbst um das Leben in dieser wundervollen Stadt beneiden würde, wenn ich ein anderes Leben führen würde. Kurz darauf las ich diese Aussage als Zitat in drei verschiedenen deutschen Tageszeitungen.

Aber alle Touristen, die im Urlaub zu uns kommen, wollen positive Emotionen und angenehme Erlebnisse mit nach Hause nehmen. Daher sollte der Reiseleiter in der Lage sein, sich Zeit zu nehmen, auch mal einen Witz zu machen, sich über ernste Themen zu unterhalten oder eben einfach nur zu schweigen, wenn dies angebracht ist.

Außerdem sollte die Reiseleitung in den frühen Morgenstunden aufstehen können und immer noch gut gelaunt sein. Verlassen werden die Gäste St. Petersburg überrascht über die vielen schönen Paläste und natürlich ist auch der Anblick unserer wunderschönen Frauen ein Genuss!

Quelle: Zeitschrift „Travel & Culture Industry“ Februar/März 2014

Leben mit der Erinnerung, Artikel veröffentlicht vom Claux Verlag Christine Jäger KG, ISBN 3-931743-58-6, Jena 2003

 

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