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Das Kolosseum in Rom – Brot und Spiele

Amphitheatrum Flavium – das größte Amphitheater des römischen Reiches

Das Kolosseum in Rom ist bis heute ein Symbol des antiken römischen Leitbilds „Brot und Spiele“ und erinnert an blutige Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen sowie Wagenrennen.

Rom, Kolosseum, gekauft über Shutterstock

Das Kolosseum in Rom

Geschichte und Aufbau des Kolosseum

Im Jahr 72 nach Christus begann man mit dem Bau des größten geschlossenen Bauwerks der römischen Antike. Das Kolosseum wurde rund erbaut, damit die Gladiatoren und gehetzten Tiere keine Ecke hatten, um sich zu verstecken. Laut Überlieferung wurde es 80 n. Chr. mit hunderttägigen Spielen eröffnet, während derer allein rund 5.000 Tiere in der Arena getötet worden sein sollen.

Durch 80 Tore konnte man ins Innere der Arena gelangen. Einige Eingänge waren allein für den Kaiser und die Senatoren reserviert. 50.000 Besucher fanden auf den Rängen Platz. Wo jeder Besucher saß, war streng nach Gesellschaftsschicht und Beruf festgelegt. Unten saßen der Kaiser und die Senatoren in Logen. Ganz oben saßen auf hölzernen Rängen die Angehörigen der untersten Schicht. Es gab eine Vorrichtung an der ein Sonnensegel befestigt werden konnte, um die Besucher vor der Hitze zu schützen.

Der Boden der Arena war zunächst unbebaut und wurde von Zeit zu Zeit geflutet, um Seeschlachten nachstellen zu können. Später entstand ein System aus Räumen, Gängen, Falltüren und Aufzügen. Hier befanden sich auch die Kerker für die zum Tode Verurteilten und ein Zugang von der benachbarten Gladiatoren-Kaserne (Ludus Magnus).

313 n. Chr. schaffte Kaiser Konstantin die Gladiatorenkämpfe in Rom ab. Die letzte Tierhetze fand vermutlich noch im Jahr 523 statt. In der folgenden Zeit verfiel das Kolosseum zusehends. Immer wieder lebten Menschen in den Arkaden und Gängen der Arena, Erdbeben richteten Schäden an und im Mittelalter wurde der Bau als Steinbruch genutzt, sodass nur ein Teil des einst mehrstöckigen Bauwerks erhalten blieb. Erst im 18. Jahrhundert wurde dem Verfall Einhalt geboten und im 19. Jahrhundert wurde mit der archäologischen Sicherung des Kolosseums begonnen.

Brot und Spiele

Der Ausdruck „Brot und Spiele“ (Panem et circenses) stammt ursprünglich aus einem satirischen Werk des Römers Juvenal und bezeichnet die politische Strategie, das Volk mit Geschenken und inszenierten Großereignissen von den bestehenden wirtschaftlichen Problemen abzulenken. So war der Besuch der Wagenrennen und Gladiatorenkämpfe im Kolosseum für das Volk kostenfrei, um es bei Laune zu halten und Protesten vorzubeugen.

Städtereise, Kolosseum

Das Kolosseum im Film

Allen voran zeigt der Film „Gladiator“ aus dem Jahr 2000 mit Russell Crowe eindrucksvoll, wie die Spiele zur Zeit des römischen Reichs wohl ausgesehen haben könnten. Die grausame Hinrichtung von Christen im Kolosseum im Film „Quo Vadis (Rom muss brennen)“ erinnert an die sogenannte „damnatio ad bestias“, bei der häufig Verurteilte Raubtieren zum Fraß vorgeworfen wurden. Das Kolosseum taucht in vielen weiteren Verfilmungen als Schauplatz auf, üben die grausamen Spiele der Römer doch noch immer eine dunkle Faszination auf ein großes Publikum aus.

Heute ist das Kolosseum eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Die Bedeutung des Baus wurde schon im 9. Jahrhundert festgehalten: „Solange das Kolosseum steht, solange steht Rom. Wenn das Kolosseum fällt, dann fällt auch Rom.“

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